Cushing-Syndrom (PPID)
Pituitary Pars Intermedia Dysfunction
Cushing (PPID) ist eine hormonelle Erkrankung der Hirnanhangdrüse, die vor allem ältere Pferde betrifft. Die Hypophyse produziert zu viel ACTH, was den Hormonhaushalt durcheinanderbringt. Cushing ist die häufigste endokrine Erkrankung beim Pferd über 15 Jahre.
Kosten ohne Versicherung
Durchschnitt: 1.200 EUR
OP-Wahrscheinlichkeit
Wie oft die Erkrankung operiert werden muss
Saisonale Häufung
Kein saisonaler Schwerpunkt
Was ist Cushing-Syndrom (PPID)?
Bei Cushing (PPID) arbeitet ein Teil der Hirnanhangdrüse nicht mehr richtig. Der Bereich Pars intermedia schüttet zu viel des Hormons ACTH aus, was den ganzen Hormonhaushalt durcheinanderbringt. In der Folge steigt unter anderem der Cortisolspiegel, das Immunsystem wird schwächer und der Stoffwechsel entgleist. Sichtbar wird das am typischen langen, gelockten Fell, an Muskelabbau und an einem deutlich erhöhten Hufrehe-Risiko. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend über Jahre und betrifft vor allem Pferde ab etwa 15 Jahren.
Symptome
- Langes, lockiges Fell (Hirsutismus)
- Muskelschwund
- Hufrehe-Schübe
- Vermehrtes Trinken und Urinieren
- Fettumverteilung
- Anfälligkeit für Infektionen
- Verzögerter Fellwechsel
Ursachen
- Altersbedingter Abbau von Nervenzellen im Gehirn
- Nachlassende Dopaminwirkung, die die Hormonausschüttung nicht mehr bremst
- Tritt gehäuft ab dem 15. Lebensjahr auf
- Ponys und robuste Rassen scheinen etwas anfälliger
- Fütterung und Haltung sind nicht die Auslöser, verstärken aber Folgen wie Hufrehe
So stellt der Tierarzt die Diagnose
Behandlung: der typische Weg
Konservative Behandlung
Pergolid (Prascend) als lebenslange Dauermedikation. Angepasste Fütterung, regelmäßiges Scheren bei Hirsutismus, Hufpflege.
Operative Behandlung
Cushing wird nicht operiert. Die Folgeerkrankung Hufrehe kann aber operativen Eingriff erfordern.
Nachsorge
Lebenslange Pergolid-Gabe, halbjährliche ACTH-Kontrollen zur Dosisanpassung.
Prognose
Mit Pergolid-Therapie können die meisten Cushing-Pferde gut leben. Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand stetig. Die Behandlung ist lebenslang.
Besonders betroffene Rassen
Diese Rassen erkranken statistisch häufiger, grundsätzlich kann es aber jedes Pferd treffen.
Vorbeugung
Cushing erfordert lebenslange Medikation (Pergolid ca. 50 bis 80 EUR/Monat). Die OP-Versicherung greift nur bei Folge-OPs (Hufrehe). Die Krankenversicherung deckt Diagnostik und Medikation ab.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter tritt Cushing beim Pferd auf?
Meist ab etwa 15 Jahren, denn PPID entsteht durch den altersbedingten Abbau von Nervenzellen, die die Hormonausschüttung der Hirnanhangdrüse bremsen. Die Krankheit entwickelt sich schleichend über Jahre, erste Anzeichen wie ein verzögerter Fellwechsel werden leicht übersehen. Ab dem 15. Lebensjahr ist deshalb ein jährlicher ACTH-Bluttest sinnvoll, um früh gegensteuern zu können.
Was kostet die Behandlung von Cushing?
Die Erstdiagnose mit ACTH-Test kostet 200 bis 400 EUR. Danach braucht dein Pferd Pergolid als Dauermedikation, das schlägt mit etwa 50 bis 80 EUR pro Monat zu Buche, und zwar lebenslang. Dazu kommen halbjährliche Blutkontrollen für rund 100 EUR, mit denen der Tierarzt die Dosis anpasst. Übers Jahr gerechnet liegst du damit meist bei 600 bis 2.000 EUR.
Kann ich mein Pferd mit Cushing noch versichern?
Ein Abschluss ist weiterhin möglich, allerdings werden Cushing selbst und typische Folgeerkrankungen wie Hufrehe als Vorerkrankung vom Schutz ausgenommen. Versichert bleibt alles, was damit nichts zu tun hat, zum Beispiel eine Kolik-OP oder ein Sehnenschaden. Am besten schließt du die Versicherung ab, solange dein Pferd noch gesund ist und keine Diagnose in der Akte steht.
Einfach. Persönlich. Digital.
100+ Versicherer im Vergleich. Kostenlos, ungebunden, immer an deiner Seite. Wir beraten dich als ungebundener Versicherungsmakler nach §34d Abs. 1 Nr. 2 GewO – vergütet über die Courtage der Versicherer.
- Berufsunfähigkeit
- Haftpflicht
- Altersvorsorge
- Krankenversicherung
- Rechtsschutz
- und mehr